Laut einem Bericht aus Südkorea erwägt Samsung Electronics, die Preise für mobile DRAM- und NAND-Chips, die das Unternehmen an Apple und andere Smartphone-Hersteller liefert, zusätzlich um 7 % bis 10 % zu erhöhen. Die angesichts der anhaltenden, durch die hohe Nachfrage nach künstlicher Intelligenz verursachten Speicherkrise diskutierte Erhöhung könnte sich auf die Smartphone-Preise auswirken.
Auch die Mobilgerätesparte von Samsung kann von der Halbleitersparte keine Chips mit Sonderrabatten oder zu Vorzugspreisen beziehen. Während weiterhin unklar ist, wann der Preisdruck auf dem Speichermarkt nachlassen wird, könnten Berichten zufolge auch Tablets und Smartwatches von der Preiserhöhung betroffen sein.
Warum das wichtig ist
Da mobiler Speicher nicht nur bei Smartphones, sondern auch bei Tablets und Smartwatches zu den Kostenfaktoren zählt, dürfte der Preisdruck nicht auf eine einzelne Marke oder Produktgruppe beschränkt bleiben. Dass auch die Gerätesparte von Samsung keine konzerninternen Vorzugspreise erhält, zeigt, dass die Bedingungen der Halbleitersparte selbst auf die eigenen Produkte des Konzerns in ähnlicher Weise angewendet werden. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, in welchem Umfang Hersteller, die DRAM und NAND von Samsung beziehen, darunter Apple, die steigenden Kosten selbst tragen und in welchem Umfang sie diese an die Verkaufspreise weitergeben werden. Da jedoch weder der Name noch die Einzelheiten und die Verifizierungsmethode des als Grundlage angeführten südkoreanischen Berichts mitgeteilt wurden, bleibt offen, ob die erwogene Erhöhung endgültig beschlossen wurde und wie lange der Druck auf dem Speichermarkt anhalten wird.