[RobDevBuilds] hat einen experimentellen Player entwickelt, der MOD-Musikdateien mit Amiga-Ursprung nicht auf einer optischen Disk, sondern auf Papier codiert und ausliest. Auf der Vorderseite der Disk befinden sich die Noten- und Instrumenteninformationen der MOD-Datei, auf der Rückseite hingegen Samples, die Reihenfolge der Stücke sowie Metadaten wie Titel und Künstler in Form von barcodesähnlichen Markierungen.
Der Player scannt beide Seiten der Disk mit Kameras und beweglichen Mechanismen; die Vorderseite wird per OCR, die Rückseite hingegen mit einem projektspezifischen, von QR inspirierten Format ausgelesen. Das System kann 8-Bit-Samples ohne Qualitätsverlust speichern, bei einigen MOD-Dateien gelingt der Wechsel zwischen den Stücken jedoch nicht schnell genug.
Warum das wichtig ist
Das Projekt präsentiert weniger ein Produkt, das die Art der Speicherung digitaler Musik verändert, als vielmehr einen Ansatz, der zeigt, wie die Musikdaten, Samples und Metadaten einer MOD-Datei gemeinsam auf eine physische Oberfläche übertragen werden können. Dadurch ist es nicht nur für diejenigen interessant, die sich für die Dateistruktur der Amiga-Ära interessieren, sondern auch für alle, die nachvollziehen möchten, wie Bildverarbeitung, OCR und bewegliche Mechanismen in einem einzigen Player miteinander kombiniert werden. Dass die Daten über zwei separate Seiten ausgelesen werden, zeigt, dass die Musikinhalte nicht nur als Ton, sondern zusammen mit der Anordnung der Stücke und den Identifikationsinformationen behandelt werden. Dass der Wechsel zwischen den Stücken bei einigen Dateien langsam bleibt, lässt jedoch die Frage offen, wie flüssig die Methode mit unterschiedlichen MOD-Inhalten funktioniert.