Meta plant, seine kamerafreie Smart Glasses mit dem Codenamen Luna im Oktober auszuliefern. Laut The Information könnte das Modell auf der Connect-Konferenz am 23. und 24. September vorgestellt werden und in den Designs Clubmaster und Burbank erhältlich sein. Sechs Mikrofone, auf die Ohren gerichtete Lautsprecher und eine physische Taste zur Aktivierung von Meta AI sollen eine sprachgesteuerte Interaktion ohne Smartphone ermöglichen. Der Verzicht auf die Kamera soll dünnere Bügel und das Aussehen einer herkömmlichen Brille ermöglichen. Die kommerziell erfolgreichen Modelle mit Kamera waren wegen möglicher Aufnahmen ohne Zustimmung kritisiert worden. Es hatte sich herausgestellt, dass sich die LED zur Anzeige einer Aufnahme deaktivieren ließ, woraufhin Meta ein Softwareupdate veröffentlichte, das dies erschwerte.
Warum das wichtig ist
Der Verzicht auf die Kamera zeigt, dass Meta bei Smart Glasses eine separate Nutzungslinie etabliert, die statt auf Bildaufnahmen stärker auf sprachgesteuerte Interaktionen mit künstlicher Intelligenz ausgerichtet ist. Diese Entscheidung könnte einen der Hauptgründe für die wachsende Datenschutzdebatte beseitigen, die sich bei Modellen mit Kamera an möglichen Aufnahmen ohne Zustimmung und der Möglichkeit zur Deaktivierung der Aufnahme-LED entzündet hat. Das traditionellere Aussehen einer Brille könnte zudem Menschen zur Zielgruppe machen, die keine Kamera wünschen, aber die Lautsprecher und Funktionen von Meta AI nutzen möchten. Das Vorhandensein von sechs Mikrofonen lässt dagegen Fragen dazu offen, wie die Sprachinteraktion aktiviert und die Privatsphäre geschützt wird. Dass die Produktdetails sowie der Zeitplan für Vorstellung und Auslieferung von The Information stammen, bedeutet zudem, dass sie von Meta nicht offiziell bekannt gegeben wurden.
Hintergrund
Meta ist im Archiv von FikirPilot kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 13 Meldungen veröffentlicht, in denen dieser Name vorkam; die jüngste davon stammt vom 16. September 2026.