Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, fragte nach der Genehmigung des Verkaufs von 48 F-35-Kampfflugzeugen der USA an Saudi-Arabien nach dem Status der Türkei im F-35-Programm. Erbakan erinnerte an die Erwartung, dass auf dem NATO-Gipfel ein Schritt in Richtung Türkei unternommen werde, und sagte: „Wo sind unsere F-35-Kampfflugzeuge, für die wir im Voraus bezahlt haben und an deren Projekt wir beteiligt waren?“
Erbakan kritisierte die Außenpolitik der Regierung und erklärte, dass weder eine Unterschrift noch ein Zeitplan oder eine rechtliche Absicherung vorlägen.
Warum wichtig
Die Genehmigung des F-35-Verkaufs an Saudi-Arabien rückt die Ungewissheit über die Position der Türkei im selben Programm erneut ins Zentrum der politischen Debatte. Zu den grundlegenden Fragen, auf die angesichts dieser Entwicklung eine Antwort erwartet wird, gehört, in welcher Phase sich die Türkei hinsichtlich ihrer Projektpartnerschaft und der für die Flugzeuge geleisteten Zahlungen befindet. Die Einschätzung, dass es weder eine Unterschrift noch einen Zeitplan oder eine rechtliche Absicherung gebe, lässt zudem offen, ob die auf dem NATO-Gipfel erwarteten Schritte in ein konkretes Ergebnis münden oder nicht. Erbakans Erklärung stellt das Thema nicht nur als Frage der Beschaffung im Verteidigungsbereich zur Debatte, sondern auch im Hinblick auf die Art und Weise, wie die Regierung Außenpolitik betreibt, sowie auf die Beschaffenheit der der Öffentlichkeit gegebenen Zusicherungen. Die vorliegenden Informationen bieten jedoch keinen eindeutigen Rahmen für eine Rückkehr der Türkei in das Programm oder für die Lieferung der Flugzeuge.
Hintergrund
Erbakan ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir eine Nachricht veröffentlicht, in der dieser Name vorkam; der betreffende Artikel ist vom 16. September 2026.