Tom Cruise beschrieb in einem Interview mit GQ vor dem Start von Alejandro Iñárritus schwarzer Komödie Digger seine Arbeitsdisziplin. Der 64-jährige Schauspieler erklärte, dass er seine Erwartungen am Set klar formuliere und seine Kollegen frage, ob sie den gleichen Einsatz zeigen würden, indem er ihnen sage, dass er vor ihnen da sein werde. Cruise sagte, er werde seit seiner Jugend als „sehr diszipliniert“ beschrieben und wolle die Themen, die ihn interessieren, erlernen und verstehen sowie die entsprechenden Fähigkeiten entwickeln. Er betonte, dass er auch außerhalb der Dreharbeiten ständig arbeite und Neues lerne und dass die Vorbereitung auf Filme bereits vor dem Drehbeginn anfange. Iñárritu brauchte 10 Jahre, um Digger vorzubereiten.
In dem Film, dessen Kinostart für den kommenden Monat geplant ist, spielt Cruise den reichen Ölmagnaten Digger Rockwell, der die Menschheit retten soll, nachdem er die Welt in Gefahr gebracht hat. Zur Besetzung gehören außerdem Riz Ahmed, John Goodman und Sandra Hüller. Einige glauben, dass Cruise, dessen durch Prothesen verändertes Aussehen im Trailer Aufmerksamkeit erregte, für seine Leistung einen Oscar gewinnen könnte.
Zudem wurde bestätigt, dass Cruise, der 4-mal für einen Oscar nominiert wurde und im vergangenen Jahr einen Ehrenoscar erhielt, im dritten Top-Gun-Film in die Rolle von Pete „Maverick“ Mitchell zurückkehren wird. Der Schauspieler hatte 2022 mit Top Gun: Maverick das höchste Einspielergebnis seiner Karriere erzielt.
Warum das wichtig ist
Cruises Äußerungen zeigen, dass der Schauspieler seine lange Karriere nicht nur mit seiner Leistung vor der Kamera verbindet, sondern auch mit dem Vorbereitungsprozess und dem Arbeitsstandard, den er von seinem Team erwartet. Dieser Ansatz rückt insbesondere bei einer Produktion wie Digger, die Iñárritu über einen Zeitraum von 10 Jahren entwickelte und die einen langen Entwicklungsprozess durchlief, die Zusammenarbeit zwischen Regisseur und Schauspieler in den Vordergrund. Der Film wird Cruises schauspielerische Bandbreite jenseits seiner umsatzstarken Actionrollen und die Resonanz auf ungewöhnliche Entscheidungen wie sein durch Prothesen verändertes Aussehen auf die Probe stellen. Während die Aussicht auf einen Oscar vorerst Spekulation bleibt, bilden seine vier Nominierungen und der Ehrenoscar die Grundlage dieser Diskussion. Der dritte Top-Gun-Film wiederum zeigt, dass Cruise parallel zu seinen Versuchen mit neuen Figuren auch die Rolle in der untrennbar mit ihm verbundenen Filmreihe fortsetzt.