Bei einem Brand auf der Neugeborenenstation des Pakistanischen Instituts für Medizinische Wissenschaften (PIMS) in Islamabad sind nach ersten Erkenntnissen mindestens 14 Babys ums Leben gekommen. Ein Krankenhaussprecher erklärte, dass sich während des Brandes 15 Babys auf der Station befanden. Aus anderen Stationen wurden 7 Babys, 10 Mütter und zwei Männer gerettet.
Familien, die ihre Kinder verloren hatten, behaupteten, die Hilfe sei zu spät eingetroffen, im Gebäude habe es nicht genügend Ausgänge gegeben und einige Türen seien geschlossen gewesen. Der Generaldirektor des Krankenhauses, Rana İmran Sikander, sagte hingegen, die Türen seien nicht verschlossen gewesen. Staatsminister Talal Chaudhry erklärte, die Einsatzkräfte seien 6-7 Minuten nach der Meldung eingetroffen, während Sicherheitsbeamte mitteilten, dass der Brand durch die Explosion des Kompressors einer Klimaanlage ausgelöst worden sei. Premierminister Şahbaz Şerif ordnete eine Untersuchung an.
Warum das wichtig ist
Die von Premierminister Şahbaz Şerif angeordnete Untersuchung umfasst neben der Frage, wie der Brand ausbrach, auch die Evakuierungsbedingungen auf der Neugeborenenstation und die Angemessenheit der Notfallmaßnahmen. Die Behauptungen der Familien, die Hilfe habe sich verzögert, die Ausgänge seien unzureichend gewesen und einige Türen seien geschlossen geblieben, stehen im Widerspruch zur Erklärung der Krankenhausleitung, dass die Türen nicht verschlossen gewesen seien. Die Angabe, dass die Einsatzkräfte 6-7 Minuten nach der Meldung eintrafen, macht es erforderlich, den Zeitpunkt des Eingreifens von außen und den Evakuierungsprozess innerhalb des Gebäudes getrennt zu untersuchen. Während Sicherheitsbeamte die Explosion des Kompressors einer Klimaanlage als Ursache angaben, muss noch geklärt werden, welchen möglichen Einfluss die baulichen Gegebenheiten, der Zustand der Türen sowie die Einsatz- und Evakuierungsabläufe auf die Zahl der Todesopfer hatten.