Einleitung
IBM hat auf der jährlichen Hot-Chips-Konferenz den ersten Mainframe-Prozessor mit dualer Architektur angekündigt, dessen Kerne sowohl IBMs eigenen Befehlssatz als auch die Arm-Architektur nativ ausführen können. Der Prozessor, der in IBM Z- und LinuxONE-Systemen der nächsten Generation zum Einsatz kommen soll, zielt darauf ab, z/OS-Workloads sowie Arm-basierte Linux- und KI-Software auf derselben Hardware auszuführen.
Entwicklungen
Jeder der 11 Kerne des Chips kann im Nanosekundenbereich zwischen dem Arm-Modus und dem herkömmlichen Z-Softwaremodus wechseln. Dank des quelloffenen KVM-Hypervisors laufen virtuelle Maschinen mit Arm64 Linux und Linux on Z parallel, während z/OS-Workloads auf demselben Chip in einer separaten Partition ausgeführt werden.
Die Basisfrequenz des auf dem 2-nanometer-Fertigungsprozess basierenden Prozessors liegt über 5,7 GHz.
Details
Der Chip verfügt über Beschleuniger für KI-Inferenz, eine spezielle Datenverarbeitungseinheit für I/O-Operationen und eine umfangreiche Cache-Architektur. Vollständige Systeme sollen auf Hunderte von Kernen und Dutzende Terabyte Arbeitsspeicher skalierbar sein.